Advanced Micro Devices (AMD) hat ehrgeizige Ziele formuliert und rechnet damit, dass der Markt für Rechenzentrums-Chips bis 2030 auf rund 86 Milliarden Dollar anwachsen wird.
Dieser deutliche Marktschub dürfte vor allem von der steigenden Nachfrage nach Technologien der künstlichen Intelligenz (KI) angetrieben werden. AMD erwartet, dass sich der eigene Gewinn bis zum Ende des Jahrzehnts mehr als verdreifachen wird.
Auf dem Financial Analyst Day in New York erklärte AMD-Chefin Lisa Su, das Unternehmen gehe davon aus, dass der jährliche Umsatz mit Rechenzentrums-Chips in den nächsten fünf Jahren etwa 86 Milliarden Dollar erreichen wird.
Die Veranstaltung, AMDs jährliches Strategie-Briefing für Investoren, stellte dieses Segment als größte Wachstumschance des Unternehmens heraus.
Starke Prognosen und Wachstumsaussichten
Analysten rechnen mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von rund 60 Prozent in den kommenden drei bis fünf Jahren. AMD prognostiziert zudem, dass das Gesamtgeschäft im selben Zeitraum um jährlich 35 Prozent zulegt.
Die Strategie umfasst CPUs, Netzwerktechnik, KI-Chips (MI400-Serie ab 2026) und komplette Server-Rack-Lösungen.
Der Chiphersteller stärkt seine KI-Kompetenzen durch gezielte Übernahmen, darunter ZT Systems, ein US-amerikanischer Serverhersteller, der Hyperscale-Rechenzentren beliefert.
Zudem hat AMD mehrere Software-Start-ups übernommen, etwa MK1, das sich auf KI-Infrastruktur spezialisiert hat. Damit will das Unternehmen die nötige Technologie und Expertise sichern, um sein KI-Ökosystem auszubauen.
Darüber hinaus hat AMD kürzlich einen mehrjährigen Vertrag mit OpenAI, dem Forschungslabor hinter ChatGPT, abgeschlossen. Die Vereinbarung soll beträchtliche jährliche Einnahmen bringen und gilt als starkes Votum für AMDs Technologie.
Positionierung im Wettbewerb um KI-Chips
Während Nvidia derzeit den KI-Chip-Markt dominiert, positioniert sich AMD mit einem Fokus auf Trainings- und Inferenz-Workloads, um sich einen größeren Anteil zu sichern.
Branchenanalysten sehen die wachsenden Partnerschaften mit großen Cloud-Anbietern als möglichen Wettbewerbsvorteil, da Unternehmen ihre Technologielandschaften diversifizieren wollen.
Die prognostizierte Expansion des Rechenzentrums-Chipmarkts unterstreicht die transformative Wirkung von KI auf die industrielle Infrastruktur – vergleichbar mit den frühen Tagen des Internets.
